Donnerstag, 30. April 2026

Kirchenreform oder "Kekskasse"

Der schleichende Entmachtung der Kirche vor Ort

Die evangelische Kirche in Deutschland befindet sich in einem Transformationsprozess, der weit über bloße Sparmaßnahmen hinausgeht. Unter dem Druck massiv sinkender Mitgliederzahlen und schwindender Finanzkraft rütteln immer mehr Landeskirchen an einem der sichersten Pfeiler der protestantischen Geschichte: der rechtlichen und organisatorischen Eigenständigkeit der Ortsgemeinde.

Was derzeit in mehreren Gliedkirchen der EKD diskutiert und in Vorreiter-Regionen wie Braunschweig oder der Pfalz bereits exekutiert wird, ist ein Paradigmenwechsel. Das Ziel ist die sogenannte „regio-lokale“ Kirche. In diesem Modell sollen die klassischen Kirchengemeinden ihren Status als Körperschaften des öffentlichen Rechts verlieren und in größere, zentral gesteuerte Einheiten überführt werden.

In der kirchenamtlichen Logik wird dieser Schritt als Befreiung von Verwaltungsballast und als Weg zu mehr „Professionalität“ verkauft.

Doch für die Menschen vor Ort bedeutet es oft das Gegenteil: Den Entzug der Hoheit über Gebäude, Finanzen und Personal. Es geht um die Frage, ob die Kirche der Zukunft eine lebendige Gemeinschaft von unten bleibt oder sich in eine zentral verwaltete Dienstleistungsagentur verwandelt, in der die Basis nur noch über die sprichwörtliche „Kekskasse“ entscheiden darf.

Die Kekskasse - KI-Bild Gemini

Zwei hervorragende Artikel in der F.A.Z. und ein Video

Reinhard Bingener (politischer Korrespondent der F.A.Z.; studierter Theologe) hat diese spannungsgeladene Situation für die Frankfurter Allgemeine Zeitung in zwei wegweisenden Artikeln analysiert. Bevor ich diese Entwicklungen aus meiner Perspektive als Pfarrer kommentiere, finden Sie hier eine Zusammenfassung seiner Analysen, die das Ausmaß dieses Umbruchs verdeutlichen.

„In den Ortsgemeinden formiert sich Widerstand“ 

(siehe Reinhard Bingener - 06.04.2026 - F.A.Z.)

In diesem ausführlichen Hintergrundbericht beleuchtet Bingener die praktischen Auswirkungen der geplanten Strukturreformen am Beispiel der Landeskirche Braunschweig.

  • Der Kern der Reform: Mehrere Landeskirchen verfolgen die Strategie, den Ortsgemeinden ihren Status als Körperschaften des öffentlichen Rechts zu entziehen. Diese sollen zugunsten von „Großgemeinden“ oder „Regionalkirchengemeinden“ ihre Selbstständigkeit verlieren.
  • Folgen für die Basis: Ortsgemeinden wären künftig nicht mehr Eigentümer ihrer Gebäude, besäßen kein eigenes Vermögen mehr und dürften kein eigenes Personal (z. B. Küster oder Pfarramtssekretärinnen) mehr anstellen. Alles wanderte auf eine nächsthöhere Ebene, von wo aus der neue Gebilde verwaltet würde.
  • Die „Kekskasse“: Bingener zitiert ein Papier der Landeskirche Braunschweig, das den Gemeinden lediglich ein Konto mit begrenztem Rahmen für „Bastelmaterial, Kerzen und Knabbereien“ zugesteht – ein Begriff, der zum Symbol für die gefühlte Entmachtung geworden ist.
  • Der Widerstand: Der Artikel lässt Kritiker wie den Landwirtschaftskammerpräsidenten Gerhard Schwetje zu Wort kommen, die vor einer „Umkehr der Demokratie“ und einem „Akt der Enteignung“ warnen. Es wird die Sorge geäußert, dass Ehrenamtliche sich frustriert zurückziehen, wenn sie vor Ort nichts mehr entscheiden können.
  • Reaktion der Kirchenleitung: Die Führung verteidigt den Schritt als notwendige Reaktion auf sinkende Mitgliederzahlen und Kirchensteuereinnahmen, um professionellere Verwaltungsstrukturen zu schaffen.

„Ja zum Kirchturmdenken“ 

(siehe Reinhard Bingener - 20.04.2026 - F.A.Z)

14 Tage nach dem ersten Artikel erschien in der überregionalen F.A.Z. ein weiterer Beitrag von Reinhard Bingener. In diesem kommentierenden Beitrag setzt sich Autor kritisch mit der strategischen Ausrichtung der Reformen auseinander.

  • Das „regio-lokale“ Konzept: Das Ziel der Kirchenleitungen ist eine Verschmelzung der Ebenen zu einer „regio-lokalen“ Kirche, in der Ressourcen zentral gebündelt werden.
  • Theologische Kritik: Bingener erinnert daran, dass Ortsgemeinden nach reformatorischer Lehre keine „Franchisenehmer“ der Verwaltung sind, sondern der Kirchenleitung logisch vorgeordnet.
  • Motivationsverlust: Er warnt davor, dass die regionale Steuerung die Motivation der Ehrenamtlichen zerstört, da Menschen sich primär in ihrem unmittelbaren Nahbereich engagieren. Wenn man vor Ort nur noch über „Vollkornkekse“ entscheiden darf, raube das jede Gestaltungslust.
  • Gefahr der „Funktionärskirche“: Der Artikel warnt vor einem weiteren Schritt hin zu einer Bürokratie, in der Entscheidungen nach „binnenkirchlicher Geschmeidigkeit“ statt nach der Lebensrealität der Menschen getroffen werden.
  • Gegenvorschlag: Statt Kollektivierung plädiert der Autor für mehr Selbstständigkeit der Gemeinden, verbunden mit einer radikalen Verschlankung der kirchenleitenden Ebenen auf das absolut Nötigste.

Mein Kommentar: 

Wie die evangelische Kirche ihr Rückgrat bricht

Es ist Zeit, Widerstand zu leisten

Während draußen die Welt komplexer, unübersichtlicher und in manchen Ecken schlichtweg kälter wird, hat sich die kirchliche Führung in ihren Verwaltungsburgen verbarrikadiert, um dort – paradoxerweise nicht mit der Dynamik moderner Unternehmen, sondern mit den hierarchischen Steuerungsmustern des letzten Jahrtausends – die eigene Abwicklung zu „optimieren“. Statt auf die eigenverantwortliche Innovationskraft von Profis und Ehrenamtlichen an der Basis zu setzen, wird ein Führungsverständnis exekutiert, das lebendige Gemeinden zu bloßen Vollzugsstellen degradiert und den mündigen Mitarbeiter zum weisungsgebundenen Rädchen im Getriebe einer zentralistischen Planwirtschaft macht.

Enteignung und Entmachtung

Die Strategie ist bestechend simpel: Man nehme den Kirchengemeinden den Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts und drücke ihnen das Etikett einer „Körperschaft kirchlichen Rechts“ auf. Was juristisch wie eine bloße Formalität daherkommt, ist in der Praxis nichts weniger als eine beispiellose Enteignung und Entmachtung. Wer Gebäude, Vermögen und Personalentscheidungen auf die nächste, meist anonyme Ebene verschiebt, beraubt die Gemeinde ihrer Identität.

„Kekskasse“

Die ehrenamtlichen Kirchenvorsteher – jene Menschen, die vor Ort noch das Rückgrat der Kirche bilden – dürfen sich künftig als Verwalter einer „Kekskasse“ betätigen. Es ist ein fast schon komischer Zynismus, wenn man glaubt, mit der Verfügungsgewalt über die Keksbestände für den Kirchenkaffee ließe sich noch eine Gemeinde leiten. Wer ernsthaft erwartet, dass sich Ehrenamtliche für dieses Ausmaß an Bedeutungslosigkeit begeistern lassen, der hat das Ehrenamt nie verstanden.

Pastor als Befehlsempfänger

Besonders absurd mutet die Haltung gegenüber dem Pfarrberuf an. Die Transformation des Pastors zum Befehlsempfänger einer mittleren Ebene ist ein kulturpolitischer Offenbarungseid. Der Pfarrberuf ist eine Profession – theologisch fundiert, akademisch anspruchsvoll, vergleichbar mit den Heilberufen oder der Jurisprudenz. Dass ausgerechnet kirchliche Leitungsinstanzen versuchen, die professionelle Autonomie ihrer Geistlichen zu schleifen, zeugt von einem fatalen Misstrauen in die eigene Basis.

Hilflose Synoden

Dass diese Reformen in Synoden dennoch oft mit 90-prozentigen Mehrheiten durchgewunken werden, sollte niemanden täuschen. Es ist kein Zeichen überwältigender Zustimmung, sondern ein Zeugnis der Hilflosigkeit. Die Synoden sind längst keine Orte lebendiger kirchenpolitischer Debatte mehr; es fehlen Parteien, es fehlen erkennbare Alternativen. Viele Synodale, die zwischen einer hochkomplexen Materie und dem Diktat der Kirchenleitung stehen, haben längst kapituliert: „Die da oben werden schon wissen, was sie vortragen.“ So entsteht ein fataler Kreislauf: Die Synodalen entfernen sich von ihren Ortsgemeinden, deren Interessen sie eigentlich vertreten sollten, und werden zu Erfüllungsgehilfen einer Administration, die den Bezug zur Basis längst verloren hat.

Operation am offenen Herzen

Die evangelische Kirche vollzieht hier eine Operation am offenen Herzen, bei der sie – in der Hoffnung auf eine bessere „Anschlussfähigkeit“ an den gesellschaftlichen Mainstream – ihre eigenen Wurzeln kappt. Man orientiert sich an NGOs, kopiert politische Diskurse und wundert sich dann über die eigene Unsichtbarkeit. Doch wer das Original sucht, wird nicht zur Kopie greifen.

Diese „Reformen“ sind keine Rettungsmaßnahmen; sie sind der Versuch, eine Kirche ohne Christen zu verwalten. Man spart sich zu Tode, während man die wenigen, die noch da sind, mit bürokratischer Übergriffigkeit in die Flucht schlägt. Es wäre an der Zeit, das „Kirchturmdenken“, das man so verächtlich macht, endlich wertzuschätzen. Denn der Kirchturm ist das, was bleibt, wenn die Verwaltungsstruktur in sich zusammenbricht. Es ist das Symbol einer Institution, die noch etwas zu sagen hat – sofern sie nicht vorher ihren eigenen Geist weg-optimiert hat.


Reinhard Bingener (FAZ): Ja zum Kirchturmdenken! - Ein Brennpunktgespräch mit Malte Krüger und Martin Wendte

Himmel und Hashtag - der eva-Podcast

Der lohnenswerte Beitrag bei YouTube wird mit diesem Link aufgerufen. 

Samstag, 11. April 2026

Die Demaskierung der Beliebigkeit

Ein weiteres Wort zur Lage ...

Es bereitet mir im Ruhestand schon eine gewisse Freude, endlich die Muße zu finden, mich intensiv mit den Entwicklungen in der evangelischen Kirche auseinanderzusetzen. In der aktiven Dienstzeit fehlte dafür leider oft die nötige Zeit. Doch was ich bei dieser Beschäftigung beobachte, stimmt mich besorgt; vieles hat sich verändert – und leider nicht zum Guten.

Strukturkrise

Auf der einen Seite stehen die fatalen kirchenpolitischen Weichenstellungen, die letztlich auf eine Entmachtung der Gemeinden hinauslaufen. Das Ziel scheint zu sein, den Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts zugunsten diffuser Groß-Einheiten auf Kirchenkreisebene aufzugeben. Zu dieser strukturellen Fehlentwicklung habe ich bereits in meinem Beitrag Anker der Freiheit ausführlich Stellung bezogen.

Theologische Krise

Doch die Krise sitzt tiefer. Parallel zu diesen strukturellen Veränderungen erleben wir eine inhaltliche Anpassung, mit der die Kirche krampfhaft versucht, den Anschluss an die Mehrheitsgesellschaft zu halten. Man plappert nach, was in politischen Parteien, NGOs oder anderen „progressiven“ Kreisen gerade en vogue ist. Dabei wird völlig übersehen, dass sich die Kirche damit selbst überflüssig macht. Frei nach dem Motto: Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht.

Eine besonders fatale Rolle spielt hierbei die sogenannte „liberale Theologie“, wie sie beispielsweise Kurt Bangert in seinen „40 Thesen“ (DPfBl 01/2026) und in seinem „Katechismus“ (DPfBl 01/2026) propagiert. Es ist Werner Thiede zu danken, dass er dieser Entwicklung in seinem aktuellen Beitrag "Die theologischen Tricks der liberalen Theologie" im Deutschen Pfarrerblatt (Ausgabe 3/2026) so deutlich und fundiert widerspricht. Er demaskiert darin die rhetorischen Kniffe, mit denen der christliche Glaube schleichend entleert wird.

Im Folgenden möchte ich Thiedes Position kurz darstellen - es lohnt sich aber, den Aufsatz im Original zu lesen - , bevor ich meinen eigenen Kommentar dazu abgebe:

Werner Thiedes Replik auf den „liberalen Katechismus“

In der aktuellen Ausgabe des Deutschen Pfarrerblatts (3/2026) unterzieht der Theologe Werner Thiede das Gedankengut der „Liberalen Theologie“ einer scharfen und notwendigen Analyse. Anlass ist der „Katechismus der liberalen Theologie“ von Kurt Bangert, den Thiede als ein Paradebeispiel für theologische Verschleierungstaktiken entlarvt. 

Thiedes Kernvorwurf: Unter dem Deckmantel vertrauter kirchlicher Vokabeln wird der christliche Glaube in seinem Wesen ausgehöhlt und durch ein weltanschauliches Paradigma ersetzt, das außerhalb der kirchlichen Bekenntnisgrundlagen steht.

Thiede identifiziert dabei drei zentrale „Tricks“ der liberalen Strömung:

1. Die Umdefinition Gottes zum „Ganzen der Wirklichkeit“

Anstatt Gott als das gegenüberstehende, handelnde Gegenüber zu bekennen, definiert die liberale Theologie ihn als „unverfügbaren Grund religiöser Erfahrung“ oder gar als das „Ganze der Wirklichkeit“. Thiede kritisiert diesen spirituellen Monismus scharf: Wer Gott mit der Welt identifiziert, integriert zwangsläufig auch das Böse in den Gottesbegriff und verabschiedet sich von der biblischen Selbstoffenbarung. Die Trinität verkommt dabei zu einem inhaltsleeren „Wortgeklingel“, das den lebendigen Gott eher verbirgt als erschließt.

2. Die Aushöhlung der Christologie

Ein weiterer Trick besteht darin, christologische Begriffe beizubehalten, sie aber innerlich zu entleeren. Jesus wird vom Erlöser zum bloßen „Sozialrevolutionär“ oder „Märtyrer“ herabgestuft. Thiede betont dagegen: Wer den Sühnetod am Kreuz und die leibliche Auferstehung Jesu preisgibt, verliert das Fundament der protestantischen Rechtfertigungslehre. Eine Kirche, die Christus nicht mehr als „Herrn und Gott“ anbetet, gleicht einem „Schiff ohne Kompass“.

3. Das Herabdimmen der Hoffnung

Schließlich kritisiert Thiede die „Entmythologisierung“ der Eschatologie. Wenn die christliche Hoffnung auf ein vages „religiöses Hoffen“ oder einen „Wechsel der Sinnfelder“ reduziert wird, beraubt man den Glauben seiner Kraft im Angesicht des Todes. Thiede fordert stattdessen, die biblische Apokalyptik und die Hoffnung auf eine reale Vollendung der Schöpfung wieder ernst zu nehmen.

Fazit: Ein Ruf zur Klarheit

Thiedes Fazit ist unmissverständlich: Die liberale Theologie betreibt keine Reform, sondern eine Transformation des Glaubens in ein kirchenfernes Religionsinstitut. Er ruft Pfarrerinnen und Pfarrer dazu auf, sich wieder an ihre Ordinationsversprechen und die Grundbekenntnisse der Kirche zu erinnern. Wer den „orthodoxen“ Kern des Christentums – von der Trinität bis zur Auferstehung – aufgibt, steht am Ende vor einer „falschen Kirche“, die ihrem eigentlichen Auftrag nicht mehr gerecht wird.

Quelle: Thiede, Werner: Die theologischen Tricks der liberalen Theologie. Antwort auf Kurt Bangert, in: Deutsches Pfarrerblatt, Ausgabe 3/2026.


Mein Kommentar: Reformation oder Liquidation?

online als Beitrag im Pfarrerblatt zu lesen, dort ohne Überschriften und Querverweis

Werner Thiede ist für seine klare Analyse der „theologischen Tricks“ der liberalen Theologie zu danken. Angeregt durch seine Replik habe ich mich mit Kurt Bangerts „40 Thesen“ (DPfB 6/2025) und seinem „Katechismus“ (DPfB 1/2026) befasst. 

55 Thesen zu wenig – und keine Theologie

Bangert bemüht explizit das Erbe der Reformation des 16. Jahrhunderts, um seinem Vorstoß historische Relevanz zu verleihen. Doch der Vergleich mit Martin Luther offenbart vor allem eines: Es fehlen nicht nur 55 Thesen zum großen Vorbild, es fehlt vor allem die Theologie. Während die Reformation eine Wiederentdeckung der Souveränität Gottes war, wirkt Bangerts Entwurf wie eine feindliche Übernahme des Christentums durch einen flachen Rationalismus. Thiede entlarvt zu Recht die Tricks, mit denen zentrale Begriffe wie Auferstehung oder Reich Gottes zu bloßen Metaphern umgedeutet werden. 

Bultmann ohne Vertikale: Die Methode ohne das Kerygma

Bangert beruft sich massiv auf die historisch-kritische Methode, bleibt dabei aber weit hinter dem methodischen Vorbild Rudolf Bultmann zurück. Bultmanns Anliegen der „Entmythologisierung“ war es nie, den Glauben abzuschaffen, sondern ihn für den modernen Menschen existentiell verstehbar zu machen. Bei Bultmann bricht Gott von außen (vertikal) in das Leben des Menschen ein und fordert ihn zur Umkehr heraus. Bangert hingegen kappt diese vertikale Ebene vollständig. Er nutzt zwar Bultmanns historisch-kritisches Besteck, lässt aber das eigentliche Kerygma – den lebendigen Anspruch Gottes an das Ich – links liegen. Wo Bultmann die existentielle Erschütterung des Sünders vor Gott sucht, bietet Bangert lediglich ein humanistisches Wohlfühl- und Bildungsprogramm. Er reicht an die theologische Tiefe Bultmanns in keiner Weise heran. 

Im Theologiestudium nicht aufgepasst

Besonders entlarvend ist im “Katechismus” Bangerts Bemühen der Astronomie, um die biblische Sprache vom „Himmel“ zu entmythologisieren. Sein “Argument”, es gäbe kein physikalisches „Oben“, in das man auffahren könne, ist theologisch schlicht naiv. Das erinnert an die sowjetische Propaganda, die Juri Gagarin den Satz in den Mund legte, er habe im Weltall Gott nicht gesehen. Logisch! Ein anderer Satz, der Gagarin auch zugeschrieben wird, trifft es weit besser: Wer als Kosmonaut ins All fliegt, kann nicht anders, als Gott im Herzen und im Kopf zu haben. Der „Himmel“ ist kein astronomischer Ort, sondern eine Wirklichkeit Gottes, die unsere Sinne übersteigt. Wer dies mit Hinweis auf die Astronomie wegwischt, hat im Theologiestudium schlicht nicht aufgepasst. 

Die Hybris des Szientismus

Wenn Bangert dann in seinen Thesen “argumentiert”, Naturgesetze könnten nicht durchbrochen werden, weshalb theologische Dogmen fallen müssten, dann setzt er die methodischen Grenzen der Naturwissenschaft unzulässig mit der Gesamtwirklichkeit gleich. Moderne Naturwissenschaftler wissen sehr wohl, dass ihre Experimente nicht die gesamte Wirklichkeit abbilden, sondern nur das Messbare. Die Abwesenheit eines naturwissenschaftlichen Beweises für das Wirken Gottes ist kein Beweis gegen Gott. Genau deshalb heißt es „Ich glaube“ und nicht „Ich weiß“. Bangert betreibt hier einen naiven Szientismus. 

Das Kreuz als Treue Gottes und der Ruf zur Versöhnung

(vgl. dazu meinen Beitrag "Wenn Gerechtigkeit die Türen zum Paradies öffnetim Blog "Predigten nachgedacht")

Ein besonderes Defizit zeigt sich in Bangerts Umgang mit dem Kreuz, das er in den “40 Thesen” einseitig als archaisches Strafgericht eines zornigen Gottes missversteht. Doch eine biblisch fundierte Theologie liest das Kreuz genau entgegengesetzt: als den Ort, an dem Gott dem Menschen unter extremsten Bedingungen die Treue hält. Nicht Gott fordert ein Opfer, um seinen Zorn zu stillen – Gott selbst wird in Christus zum Opfer der menschlichen Hybris. Er erträgt die militärische Gewalt Roms und die religiöse Selbstgerechtigkeit des Hohenrates, ohne die Gemeinschaft mit uns aufzukündigen. Damit wird deutlich: Nicht Gott muss versöhnt werden, sondern der Mensch! Paulus bringt dies in 2. Korinther 5,20 auf den Punkt: „So bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!“ Nicht Gott hat ein Problem mit uns Menschen, wir Menschen haben ein Problem mit Gott, indem wir uns in unserer Autonomie (Gen 3) von ihm abkehren. 

Hier schließt sich der Kreis zu Bultmanns Kerygma: Das Wort vom Kreuz ist kein dogmatisches Lehrstück über ein göttliches Rechtsgeschäft, sondern ein Ruf, der den Menschen „vertikal“ in seiner Existenz trifft. Es ist das Angebot eines „neuen Seins“, das dort beginnt, wo der Mensch seine Feindschaft gegen Gott aufgibt und sich beschenken lässt. Bei Bangert hingegen verkommt das Kreuz zu einem missglückten historischen Ereignis, dem er jede existentielle Sprengkraft nimmt. 

Das Fundament der Auferstehung

Eng damit verknüpft ist die Frage der Auferstehung. Bangert deutet sie als bloßes Symbol für die Fortdauer einer Botschaft um. Doch ohne die Auferstehung – wie auch immer sie für die Jünger in dieser Welt konkret erfahrbar wurde – ist der christliche Glaube umsonst und leer. Hier geht der Glaube substanziell über das hinaus, was innerweltlich experimentell nachweisbar ist. Er gründet auf einem Handeln Gottes, das die Grenzen unserer Naturgesetze nicht ignoriert, aber transzendiert. 

Die Unsichtbarkeit der Kirche

Am Ende beschreibt Bangert ein Christentum, das restlos in der Welt aufgeht. Damit macht er die Kirche unsichtbar. Sie unterscheidet sich in nichts mehr von säkularen NGOs oder humanistischen Organisationen. Hier droht genau jene „Selbstsäkularisierung“, vor der auch Ralf Frisch warnt: Eine Kirche, die Gott „kaputt-therapiert“ und ihn zu einer Chiffre für zwischenmenschliche Liebe degradiert, macht sich selbst überflüssig. Wenn das Evangelium nur noch das sagt, was ohnehin im Ethikunterricht konsensfähig ist, verliert es sein „Salz“. Ohne die reale Begegnung mit dem Auferstandenen, ohne die Hoffnung auf eine Wirklichkeit jenseits unserer empirischen Welt, gibt es keinen christlichen Glauben. 

Fazit

Von einer „neuen Reformation“ kann bei Bangert nicht im Entferntesten die Rede sein. Was er betreibt, ist die lautlose Abwicklung des christlichen Glaubens. Einen ethischen Humanismus findet man auch bei weltanschaulichen Organisationen – dafür braucht es keinen Heiland, kein Kreuz und keine Kirche. Dieser „Etikettenschwindel“ mag den Zeitgeist bedienen, er bietet den Menschen aber keinen Halt im Angesicht von Schuld und Tod. 

Werner Thiedes Aufsatz ist die notwendige theologische Notbremse. Es ist Zeit, dass wir uns wieder auf das Ordinationsversprechen und den realen Gott besinnen, statt uns im Rauch metaphorischer Nebelkerzen zu verirren.


Friedrich Gehrings „Jesus-Zentrismus“

In der Debatte um Kurt Bangerts liberale Theologie meldete sich auch Friedrich Gehring zu Wort. Er plädiert für eine „Rückbesinnung auf Jesus“, die jedoch faktisch eine radikale Reduktion auf sozialethische Fragen darstellt. 

Meine Antwort an ihn verdeutlicht, warum ein Christentum ohne die reale Dimension von Kreuz und Auferstehung seine Existenzberechtigung verliert. Im Anschluss daran stelle ich noch einmal kurz Friedrich Gehrings Position dar, die im Original im Pfarrerblatt nachgelesen werden kann. 

Meine Antwort an Friedrich Gehring: Original oder Kopie?

wurde bisher (11.04.26) noch nicht als Kommentar im Pfarrerblatt angenommen

Lieber Herr Gehring,

als konservativer Pfarrer (Anm: dieser Gruppe hatte Friedrich Gehring in seinem Kommentar einen "Ratschlag" zum Konfirmandenunterricht gegeben) kann man übrigens auch die Jugendlichen im Konfirmandenunterricht mit Themen, die sich an Bibel und Bekenntnis orientieren, sehr gut ansprechen. „Endlich lerne ich mal etwas über meinen eigenen Glauben“, das war ein Statement eines Jugendlichen, der keinesfalls angepasst war und auch nicht aus einem christlich geprägten Elternhaus kam. „In der Schule geht es ja immer nur um andere Religionen oder um Werte und Normen“, fügte er hinzu. Das aber nur nebenbei; es zeigt mir jedoch, dass junge Menschen eine Sehnsucht nach dem spezifisch Christlichen haben, das über allgemeine Ethik hinausgeht.

Eigentlich will ich auf die Punkte eingehen, die Sie in Ihrem Kommentar hervorhoben. Sie zeichnen das Bild eines Jesus, der als radikaler Kritiker von Macht, Mammon und Ausbeutung auftritt. Vieles von dem, was Sie zur sozialen Gerechtigkeit, zur Kritik am Neoliberalismus oder zur Solidarität am Arbeitsmarkt schreiben, ist bedenkenswert und führt zweifellos in wichtige politische Debatten.

Doch hier drängt sich mir eine entscheidende Frage auf: Wenn wir Jesus – wie Sie es vorschlagen – primär als den „hochmodernen“ Sozialreformer und Systemkritiker verstehen, was unterscheidet ihn dann noch von den großen moralischen Instanzen der Geschichte? Ihr Jesus rückt in eine Reihe mit Persönlichkeiten wie Mahatma Gandhi, Martin Luther King oder Nelson Mandela. Das sind ohne Frage beeindruckende Vorbilder, die teilweise sogar – wie Gandhi – aus der Bergpredigt schöpften. Aber sie alle bleiben letztlich menschliche Größen der Vergangenheit.

Indem Sie die Auferstehung als reales Handeln Gottes an uns Menschen relativieren oder für Ihr eigenes Ende sogar ausschließen, berauben Sie Christus seiner einzigartigen Stellung als Erlöser. Ein Jesus, der nur noch in der „Viertagewoche bei VW“ oder in „heilsamen Berührungen“ gegenwärtig ist, bleibt ein innerweltliches Phänomen. Er bietet zwar ein ethisches Vorbild, aber er ist nicht mehr der „Auferstandene Herr“, der die Macht des Todes und der Sünde – jene menschliche Hybris aus Genesis 3 – tatsächlich gebrochen hat.

Was Sie als Rückbesinnung auf Jesus beschreiben, wirkt auf mich wie die Preisgabe des Kerygmas, von dem Bultmann sprach. Ohne die „vertikale“ Dimension, ohne das Eingreifen Gottes, das über das hinausgeht, was innerweltlich nachweisbar ist, bleibt nur ein religiös verbrämter Humanismus übrig.

Ein solcher Ansatz läuft für mich am Ende auf eine „unsichtbare Kirche“ hinaus. Wir sehen dieses Phänomen ja auch in der Politik: Wenn Parteien versuchen, die Inhalte anderer Parteien zu kopieren, um deren Wähler abzujagen, lassen sich die Bürger nicht beeindrucken. Sie bleiben beim „Original“ und laufen nicht zur „Kopie“ über. Warum sollte ein moderner Mensch zur Kirche kommen, wenn er dort nur das hört, was er bei NGOs wie Attac, bei Gewerkschaften oder in humanistischen Vereinen fundierter und politisch wirksamer findet?

Wenn die Kirche ihre Bekenntnisgrundlage – das Kreuz als Ort der Versöhnung und die Auferstehung als Sieg über den Tod – räumt, macht sie sich selbst überflüssig. Sie wird zu einer Kopie der Welt, die das Original des Evangeliums verloren hat.

Mit freundlichen Grüßen, Ralf Krüger


Zusammenfassung der Position von Friedrich Gehring: „Jesus-Zentrismus“

Friedrich Gehring plädiert für eine radikale Rückbesinnung auf den historischen Jesus und dessen ursprüngliche Botschaft vom Reich Gottes, die er konsequent gegen spätere kirchliche Dogmatisierungen ausspielt.

Kernpunkte seiner Argumentation:

  • Sozialkritik als Kern der Botschaft: Für Gehring ist das Christentum primär eine ethisch-politische Bewegung. Er liest die Evangelien als hochaktuelle Kritik an modernen Phänomenen: Der „Mammon“ wird mit dem Neoliberalismus gleichgesetzt, die Tempelreinigung mit Konzernkritik und die Gleichnisse mit modernen Arbeitsmarktmodellen (z. B. Kurzarbeit).

  • Ablehnung der Sühneopfertheologie: Er lehnt die Vorstellung ab, dass Jesu Tod ein Sühneopfer für Sünden sei. Dies sei eine „archaische Verschüttung“, die im Widerspruch zum Bild eines barmherzigen Gottes stehe. Schuldbewältigung solle durch Umkehr und Vergebung statt durch Opferrituale geschehen.

  • Kritik an Paulus und der Trinitätslehre: Gehring geht hinter die Reformation, die konstantinische Wende und sogar hinter Paulus zurück. Er wirft Paulus vor, das Christentum durch die „Verjenseitigung“ der Auferstehung an das römische Machtgefüge angepasst und damit Jesu weltveränderndes Potenzial neutralisiert zu haben.

  • Metaphorische Auferstehung: Ähnlich wie Bangert sieht Gehring in Jesus den „gegenwärtigen Herrn“, lehnt aber eine reale Auferstehung von den Toten am Jüngsten Tag für sich ab.

  • Praxisorientierung: Kirche gewinnt für ihn Relevanz durch Nähe, Heilung („Healing Touch“) und die Bearbeitung konkreter Lebensprobleme (z. B. Krieg und Tod im Unterricht), statt durch das Festhalten an „nachjesuanischen Bekenntnisinhalten“.

Fazit: Gehrings Position ist ein ethisch motivierter Reduktionismus. Er reduziert das Christentum auf die (sozial-)ethischen Impulse Jesu und entsorgt das dogmatische Gerüst der Kirche (Trinität, Sühnetod, reale Auferstehung) als geschichtlich bedingte Fehlentwicklungen.

Dienstag, 7. April 2026

Wenn die Augen „gehalten“ sind

Ostern habe ich eine bemerkenswerte Predigt unserer Prädikantin Petra Heidemann zum Emmaus-Text (Lukas 24) gehört. Die Predigt ist in meinem Blog "Predigten nachgedacht" veröffentlicht. Im biblischen Text wird ein Moment beschrieben, der mich heute mehr denn je an den Zustand unserer Kirche erinnert: Die Jünger sind so in ihrer Trauer und ihrem Schmerz gefangen, dass ihre Augen „gehalten“ werden. Sie gehen zwar vorwärts, aber ihre Herzen treten auf der Stelle, so drückte es Petra Heidemann aus.

Feuerwerk statt brennender Herzen?

Gegenwärtig erlebt die Kirche massive „Transformationsbestrebungen“. Da ist die Rede von „transparochialen“ Strukturen und multiprofessionellen Teams, die ein „Feuerwerk“ kirchlicher Aktionen nach dem anderen zünden sollen (Julia Koll; vgl. dazu in diesem Blog: Anker der Freiheit [22.03.26]). Zuerst stellt sich die Frage: Woher soll das Personal für diese Mammutprojekte kommen? Weder Pfarrpersonen noch Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker oder Diakoninnen und Diakone oder Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter stehen Schlange, um in der "trans-" oder "postparochialen" Kirche mitzuarbeiten. Und viel wichtiger ist dann die Frage: Brennt das Herz noch, wenn Theologie zur Sprache kommt? 

Wenn Steffen Bauer davon spricht, dass die „DNA der Kirche auf den Kopf gestellt wird“, müssen wir kritisch fragen: Was ist diese DNA eigentlich? (vgl. auch meinen Aufsatz zu Julia Koll und den Beitrag "Transformation oder De-Konstruktion?" [16.03.26])

  • Besteht sie aus Strukturreformen und Eventmanagement?

  • Oder ist sie die Verkündigung der Versöhnung mit Gott? 

In der Predigt von Petra Heidemann heißt es treffend, dass Jesus den Jüngern die Schrift öffnete, angefangen bei Mose und den Propheten. Die Kirche von heute scheint sich stattdessen im „Managersprech“ zu versuchen. Man hantiert mit Begriffen, von denen man oft wenig versteht, und verliert dabei die biblische Botschaft – den Kern unserer Existenz – aus den Augen.

Die Gefahr der Selbstsäkularisierung

Die Predigt betont, dass Jesus das Brot brach und erst dann die Augen der Jünger geöffnet wurden. Heute erleben wir oft das Gegenteil: Eine Art „Selbstsäkularisierung“.

  • "Theologen" wie Kurt Bangert fordern eine Reform des Christentums, bei der am Ende von klassischer christlicher Theologie kaum noch etwas übrig bleibt. (vgl. seine Aufsätze im Deuten Pfarrerinnen- und Pfarrerblatt)

  • Wenn die Botschaft Jesu nur noch als moralischer Appell oder liberales Lebensmodell verstanden wird, fehlt das, was die Predigt als „Grundlage unseres Glaubens“ bezeichnet: Die Erlösung durch das Kreuz und die Hoffnung der Auferstehung.

So gab es Petra Heidemann Ostern der Gottesdienstgemeinde mit auf den Weg: „Es ist die Grundlage unseres Glaubensbekenntnisses: Jesu Kreuzigung für unser Versagen [...] und seine Auferstehung als Christus, damit auch wir die Dunkelheit des Todes durchschreiten.“ 

Zurück zum Osterlicht

Durch das Schweigen über den Kern des Evangeliums überlassen wir den Interpretationsraum der Bibel den Fundamentalisten und „Bibelinfluencern“. Wenn ein Donald Trump Gott für nationale Machtansprüche instrumentalisiert, braucht es mehr als nur „kirchliche Aktionen“. Es braucht theologischen Tiefgang, wie man ihn bei Autoren wie Ralf Frisch oder Werner Thiede findet.

Wir müssen aufhören, nur auf unsere „eigenen Füße“ zu schauen – also auf unsere schwindenden Mitgliederzahlen und maroden Strukturen. Die Predigt erinnert uns:

  • Ostern ist Hoffnung, wo keiner mehr zu hoffen wagt.

  • Das Ziel ist nicht die perfekte Organisation, sondern das „Osterlicht“, das uns im Alltag begleitet.

Warum die Sehnsucht nach Tiefe siegen wird

Die Resonanz auf Petra Heidemanns Gedanken beim anschließenden Kirchenkaffee zeigt eines deutlich: Die Menschen haben genug von „kirchlichen Feuerwerken“, die zwar kurz hell aufleuchten, aber keine nachhaltige Wärme spenden. Sie suchen nach einer Botschaft, die sie „bis ins Tiefste versteht“.

  • Substanz statt Struktur: Während in kirchlichen Strategiepapieren über „trans-" oder "postparochiale Teams“ philosophiert wird, zeigt die Emmaus-Geschichte, dass Heilung dort geschieht, wo die „Schrift geöffnet“ wird.

  • Die wahre DNA: Wenn wir die Versöhnung mit Gott als Zentrum verlieren, verlieren wir unsere Identität. Die Predigt erinnert uns daran, dass Jesu Kreuzigung für unser Versagen und seine Auferstehung die „Grundlage unseres Glaubensbekenntnisses“ sind – nicht unsere organisatorische Agilität.

  • Vom Tunnel zum Licht: Die Welt braucht keine Kirche, die sich im „Managersprech“ verliert, sondern eine, die den „Abgrund zum Tunnel“ macht, an dessen Ende das Osterlicht strahlt.

Es ist tröstlich zu wissen, dass die Botschaft von der Auferstehung – so „wenig fröhlich“ sie für die Betroffenen zunächst auch war – am Ende die Kraft hat, die „Augen weit aufzumachen“. Genau das wird der Moment, in dem die Kirche aufhört, ängstlich auf ihre eigenen Füße zu schauen, und wieder lernt, das Licht auszustrahlen, das sie eigentlich trägt .

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja! 

Das ist keine Management-Strategie, sondern eine lebensverändernde Wahrheit.